Pflegebedürftig – und jetzt?
Wenn ein Mensch im Alltag Unterstützung braucht, entstehen viele Fragen auf einmal. In unserer Pflegeberatung ordnen wir gemeinsam Ihre Situation, erklären Pflegegrad und Leistungen und zeigen Ihnen, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos und unverbindlich – für Betroffene ebenso wie für Angehörige.

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Gut zu wissen: Zusätzlich zu unserer Beratung haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose Pflegeberatung durch Ihre Pflegekasse. Beide Angebote ergänzen sich.
Im Notfall: Bei akuten medizinischen Notfällen wählen Sie bitte sofort den Notruf 112. Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie unter 116 117.
Sie müssen nicht jede Entscheidung auf einmal treffen.
Am Anfang hilft es, die aktuelle Situation in Ruhe und möglichst konkret zu betrachten. Ihre Beobachtungen aus dem Alltag sind eine wertvolle Grundlage für jedes weitere Gespräch.
Was hat sich verändert?
Überlegen Sie, in welchen Bereichen des Alltags neue Schwierigkeiten entstanden sind – etwa bei der Körperpflege, beim Einkaufen, bei der Orientierung oder bei den Mahlzeiten.
Was ist aktuell besonders wichtig?
Klären Sie, was zuerst organisiert werden muss und welche Entscheidungen noch etwas Zeit haben.
Was wünscht die betroffene Person?
Gute Pflege richtet sich nach den Wünschen, Gewohnheiten und Grenzen des Menschen, der Unterstützung braucht.
Wer sollte einbezogen werden?
Je nach Situation sind Angehörige, bevollmächtigte Personen, die Hausärztin oder der Hausarzt und die Pflegekasse wichtige Ansprechpartner.
Notieren Sie Ihre Antworten ruhig in Stichpunkten. So haben Sie beim Beratungsgespräch alles Wichtige zur Hand.
Von der ersten Beobachtung zu einer klareren Orientierung.
Jede Pflegesituation ist anders. Diese fünf Schritte helfen Ihnen, strukturiert zu beginnen – und wir begleiten Sie gern dabei.
Situation festhalten
Notieren Sie, wobei im Alltag Unterstützung nötig ist und was noch gut allein gelingt.
Wünsche besprechen
Sprechen Sie gemeinsam darüber, welche Hilfe gewünscht ist und was besonders wichtig ist.
Pflegegrad beantragen
Den Antrag auf einen Pflegegrad stellen Sie formlos bei der Pflegekasse – ein Anruf genügt.
Unterstützungsformen vergleichen
Informieren Sie sich über ambulante Pflege, Tagespflege und Senioren-Wohngemeinschaften.
Gespräch vorbereiten
Sammeln Sie Ihre Fragen und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch mit uns.
Die Reihenfolge ist eine Orientierung. In dringenden Fällen organisieren wir gemeinsam mit Ihnen auch kurzfristig die ersten Schritte.
Ein Pflegegrad öffnet den Weg zu Leistungen der Pflegeversicherung.
In Deutschland gibt es fünf Pflegegrade. Sie reichen von geringen Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit (Pflegegrad 1) bis zu schwersten Beeinträchtigungen mit besonderen Anforderungen an die Versorgung (Pflegegrad 5).
Entscheidend ist die Selbstständigkeit
Bei der Begutachtung wird in sechs Lebensbereichen betrachtet, wie selbstständig ein Mensch seinen Alltag bewältigen kann – etwa bei der Mobilität, der Selbstversorgung oder der Gestaltung sozialer Kontakte.
Die Pflegekasse entscheidet
Nach Ihrem Antrag begutachtet der Medizinische Dienst – bei privat Versicherten Medicproof – die Situation zu Hause. Auf dieser Grundlage legt die Pflegekasse den Pflegegrad fest.
Wir helfen bei der Vorbereitung
Wir erklären Ihnen den Ablauf der Begutachtung, helfen bei der Vorbereitung und zeigen, welche Leistungen mit einem Pflegegrad möglich werden.
Unterschiedliche Angebote erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Welche Unterstützung passt, ergibt sich nicht allein aus einem Pflegegrad. Entscheidend sind auch Ihr Alltag, Ihre Wohnsituation, Ihre Wünsche und die Möglichkeiten Ihrer Familie.
Ambulante Pflege
Unterstützung im eigenen Zuhause.
Unsere Pflegekräfte kommen zu Ihnen nach Hause – für Grundpflege, Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung, hauswirtschaftliche Hilfe und Betreuung. So bleibt das vertraute Zuhause der Mittelpunkt Ihres Lebens.
Ambulante Pflege kennenlernenTagespflege
Begleitung und Tagesstruktur außerhalb des eigenen Zuhauses.
In der Tagespflege verbringen Seniorinnen und Senioren den Tag in Gemeinschaft, mit gemeinsamen Mahlzeiten und aktivierenden Angeboten – und kehren am Abend in ihr eigenes Zuhause zurück.
Tagespflege kennenlernenSenioren-Wohngemeinschaften
Gemeinschaftliches Wohnen mit einem persönlichen Bereich.
In unseren Senioren-Wohngemeinschaften leben Sie in Ihrem eigenen Zimmer und teilen Küche und Wohnbereiche mit anderen. Unterstützung erhalten Sie genau dann, wenn Sie sie brauchen.
Senioren-Wohngemeinschaften kennenlernenViele Angebote lassen sich kombinieren – zum Beispiel ambulante Pflege an einigen Tagen und Tagespflege an anderen. Wir beraten Sie gern zur passenden Kombination.
Beginnen Sie mit Ihrer Lebenssituation – nicht mit dem Namen einer Leistung.
Zuhause bleiben steht im Mittelpunkt
Wenn die vertraute Wohnumgebung erhalten bleiben soll, ist ambulante Pflege im eigenen Zuhause häufig der richtige Weg.
Ambulante Pflege ansehenTagesstruktur und Gemeinschaft werden gesucht
Wenn Begleitung am Tag, soziale Kontakte oder Entlastung für Angehörige wichtig sind, lohnt sich ein Blick auf die Tagespflege.
Tagespflege ansehenEine andere Wohnform wird erwogen
Wenn das bisherige Zuhause auf Dauer nicht mehr passt, kann eine Senioren-Wohngemeinschaft Sicherheit und Gemeinschaft verbinden.
Senioren-Wohngemeinschaften ansehenDie passende Richtung ist noch unklar
Wenn mehrere Möglichkeiten infrage kommen, hilft ein persönliches Beratungsgespräch, die nächsten Schritte zu ordnen.
Beratung anfragenOft ist die Situation nicht eindeutig – das ist ganz normal. Im persönlichen Gespräch finden wir gemeinsam heraus, was zu Ihnen passt.
Mit ein paar Notizen vergessen Sie keine wichtige Frage.
Für den ersten Kontakt müssen Sie noch nicht alles wissen. Hilfreich ist eine kurze Übersicht über die aktuelle Situation – den Rest klären wir gemeinsam.
Aktuelle Lebenssituation
Wo und wie lebt die betroffene Person derzeit, und welche Unterstützung gibt es bereits?
Beobachteter Unterstützungsbedarf
In welchen Alltagssituationen wird Hilfe gebraucht? Ein paar Stichpunkte reichen für das erste Gespräch.
Wünsche und Grenzen
Welche Form der Unterstützung ist gewünscht, und was kommt nicht infrage?
Vorhandene Informationen
Liegt bereits ein Pflegegrad oder ein Bescheid der Pflegekasse vor, bringen Sie ihn gern mit.
Ihre wichtigsten Fragen
Notieren Sie, was Sie zu Leistungen, Ablauf, Kosten und nächsten Schritten wissen möchten.
Bitte senden Sie uns vorab keine ärztlichen Unterlagen, Diagnosen oder Versicherungsnummern per E-Mail oder WhatsApp. Alles, was dafür nötig ist, besprechen wir persönlich mit Ihnen.
Gemeinsam klären wir, was jetzt wirklich wichtig ist.
Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Es findet telefonisch oder persönlich statt – so, wie es für Sie am besten passt.
Anliegen verstehen
Wir hören zu: Was hat sich verändert, und welche Fragen stehen für Sie im Vordergrund?
Möglichkeiten einordnen
Wir erklären, welche Angebote von Aktiva+ zu Ihrer Situation passen können.
Leistungen klären
Wir zeigen, welche Leistungen der Pflegeversicherung infrage kommen und wie der Antrag abläuft.
Nächsten Schritt festhalten
Gemeinsam legen wir fest, was als Nächstes passiert – verständlich und ohne Zeitdruck.
Nach dem Gespräch entscheiden Sie in Ruhe, ob und wie Sie weitermachen möchten. Sie gehen keinerlei Verpflichtung ein.
Antworten für die erste Orientierung.
Möchten Sie Ihre Situation in Ruhe mit uns besprechen?
Schildern Sie uns kurz, worum es geht. Wir nehmen uns Zeit, beantworten Ihre Fragen und zeigen Ihnen, welche nächsten Schritte sinnvoll sind – kostenlos und unverbindlich.
Eine Anfrage ist unverbindlich. Über einen freien Platz und die Kostenübernahme sprechen wir im persönlichen Gespräch.